Chips, Deo, Zahnpasta selbst gemacht: User-Tipps!

KommentareWahnsinn: Wir haben jetzt über 130 User-Kommentare  mit ganz vielen wertvollen Tipps für ein verpackungsfreies Leben. Vielen Dank! Alle Rezepte wie man Zanpasta, Deo oder Shampoo selbst macht haben wir hier zusammengefasst. Viel Spass beim Ausprobieren, wir freuen uns auf Eure Erfahrungen!

Chips selbstgemacht

Stadtpflanze: Ich hab das Datum gesehen, aber falls du noch etwas für deinen Chips-Appetit brauchst: Man kann auch hier umdenken und keine “Knabberei”, sondern eine Mahlzeit (oder einen Teil einer Mahlzeit ) daraus machen. Ich habe meinen Chips-Appetit dadurch in den Griff bekommen.

Kartoffeln kleinschneiden und mit Schale frittieren bzw. mit viel Fett Öl (aus der Glasflasche, wenn das nach deinen “Regeln” geht) und kräftig würzen – Salz, Paprika, Chili, zum Beispiel. Das Fett kann man vorher abtropfen lassen, indem man die Kartoffeln auf einen feinen Gitter oder einem Teller liegen lässt. Siedend heiß sollte man sowieso nichts essen. Schmeckt halt wie Chips – und hilft ganz nebenbei sich selbst anzutrainieren, dass “Chips” ab jetzt eine Mahlzeit sind, keine Knabberei. Schmeckt auch bei mir wirklich nicht wie Pommes. Sonst die Kartoffelscheiben einfach dünner schneiden oder eine Reibe mit einem Schlitz zur Hilfe nehmen. Super schmeckt daran auch Tomatenmark, obwohl das wieder Verpackungsmüll bedeutet.

Verena: Also ich habe jetzt die Tage Chips entdeckt, die in einer braunen Papiertüte verkauft wurden und wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, war es bei Rewe… Die scheinen aber auch ziemlich neu zu sein

Verena (kurz darauf): Also, ich habe jetzt mal nachgeschaut und eine Tüte bei Basic zur Probe gekauft… Leider ist sie innendrin komplett mit einer elastischen Plastikschicht überzogen, also irgendwie noch unangenehmer als die Chips in dieser anderen Verpackung. Davon abgesehen schmecken sie nicht sehr lecker. Marke heißt übrigens “Lant Chips”. Muss wohl doch mal probieren, Chips im Ofen zu machen, während ich Brot/Kuchen darin backe

20140316_152114Shampoo, Deo, Zahnpasta selbstgemacht

Sophia: Das ist ja mein Stichwort! Ich siede Seife seid ner Weile selbst und mache eigentlich meine komplette Kosmetik selbst. Bis auf Wimperntusche und so. Es gibt z.B. ein ganz einfaches Rezept für ein superwirksames Deo z.B. macht man mit Natron und Ölen. Klar, da ist natürlich Verpackung bei, aber die ganzen negativen Folgen der Chemiebomben fallen weg. Die ganzen Kosmetika, die auf eurem Foto zu sehen sind, sind nämlich sicherlich weder für die Umwelt noch euch selbst gut verträglich. Diesbezüglich: Bitte auf die Inhaltsstoffe der Seifen achten. Sodium Palmate beispielsweise ist beispielsweise Palmöl, wofür ja bekannterweise Regenwald gerodet wird. Deshalb vermutlich auch Dein Tipp mit der Olivenöl-Seife als Shampoo, oder Maria? Seifenanwendung:
Ich habe sehr langes Haar und mache das so: 1. Haare ordentlich nass machen, denn Seife schäumt nur in Verbindung mit Wasser. 2. Seifenstück ordentlich über den Kopf und die Haare schrubbeln, so dass überall viel Schaum entsteht, denn ohne Schaum keine Reinigungswirkung. Evtl. noch etwas Wasser über den Schopf kippen, damit es gut schäumt. 3. Ausspülen und mit einer sauren Rinse (1L Wasser mit 1-2 EL Apfelessig oder Zitronensaft) nachspülen, ansonsten kann es sein, dass die Haare belegt sind. Ich spüle danach noch mit Brita-gefiltertem Wasser hinterher, weil ich den Essiggeruch nicht mag. Tadaaa, tolle Flauschehaare.

Hut ab nochmal für euer Projekt. Plastikverpackungen sind echt noch ein Thema, dem ich mich auch annehmen will.

Natalie: Ich mache meine Zahnpasta und Deo selbst und fülle es in alte Creme-Gläschen. Zahnpasta-Rezept: 5 TL Kokosöl, 5 TL Natron, 2 TL Stevia, 10 Tropfen Pfefferminzöl / Deo-Rezept: 5 TL Kokosöl und 5 TL Natron

Ulrike: Zum Thema Zahnpasta habe ich die Idee, dass diese auch irgendwie in ein (Pfand)glas verpackt werden könnte??? Beim Googlen bin ich darauf aufmerksam geworden: “Christiane Hinsch Zahnsalz, 50g” abgepackt in einem brauen Glas. Leider kann ich euch nicht sagen, ob es schmeckt
Zu Kosmetik fallen mir, außer Wieder abfüllen in einigen ausgesuchten Bioläden, die Produkte von “schönes sein” ein http://www.schoenes-sein.de/

Maria: Shampoo und Duschgel: Man muss ein wenig über den Rand hinausblicken. Die sehr alternative Möglichkeit ist einfach reine Olivenölseife, ev. Aleppo-Seife, für alles zu verwenden. Man kann damit duschen und auch die Haare waschen – übrigens kann man daraus auch ein wunderbares Flüssigwaschmittel selbst machen!

Tiffy: Vielleicht könnte euch die “No-Poo”-Haarwäsche interessieren.
Dabei wird mit einem Gemisch aus Natron (plastikfrei im Drogeriemarkt zu besorgen,vielleicht auch verpackungsfrei in Apotheken?) und evtl. mit Essig gespült/ gerinst. Über Google, Youtube und diverse Blogs finden sich viele Tipps und AnhängerInnen des No-Poo-Experiments. Ansonsten geht es auch nur mit Wasser die Haare zu waschen. Im Langhaarnetzwerk gibt es diverse Threads zu “Water Only – Haare nur mit Wasser waschen”, was für mich persönlich am besten funktioniert. Keine Verpackung, kein Produkt, nur warmes Wasser. Auch für Allergiker sicherlich interessant!

(Hand)seife gibt es bei uns übrigens im Basic, Alnatura etc verpackungsfrei zu kaufen.

Kleopetra: Ich bin vor ca. einem Jahr auch auf Shampoo-Seife und auf Körperseife umgestiegen. Als Haarspülung nehme ich stinknormalen ESSIG. Der macht die Haare super schön … meiner ist allerdings bislang aus der Flasche, die Seifen von einem Bio-Hersteller im Internet und deutlich günstiger als das, was Du hier beschreibst.

Horst: Haare riechen nach Essigbehandlung kaum bis gar nicht. Apfelessig und Weinessig gehen gut – lieber einen nehmen mit weniger Säure, freut sich die Kopfhaut. Da sich Essig einfach herstellen lässt … Immer zur Apfelernte- und -mostzeit Saft holen und fürs Jahr produzieren. Ein Problem bei der Essigbehandlung: Es gibt zwei Sorten von Schuppen, die eine bekämpft man eher basisch, die andere eher sauer. Wenn basische Bekämpfung angezeigt ist, sollte man sich das mit dem Essig sehr genau überlegen. Seife kann man prinzipiell selber machen, das macht auch Spaß und man weiß genau, was drin ist und wie lange sie schon gelegen hat (je länger, desto milder – ich hab hier welche von vor zwei Jahren und die ist sooo toll und ergiebig), aber das Problem ist, dass die Ausgangsstoffe normalerweise auch verpackt sind – Müllverminderung wäre möglich, wenn man wie beim Essig im großen Stil verseift; grundlegend braucht man Öle/Fette, sehr weiches Wasser (Regen/Schnee sind weich) oder besser destilliertes und Natriumhydroxid (= Ätznatron), alles andere ist Zusatz und Einlesen in die Materie Pflicht.

Judith: Es gibt tolle Haarseife von Savion. Kann man im Internet bestellen. Wasch mir seit zwei Wochen die Haare damit und finde sie genial. Kommt in kleinem Papiertütchen – also zumindest ohne Plastik.

Brötchen einkaufen mit dem Jutebeutel

Brötchen einkaufen mit dem Jutebeutel

Brötchen beim Bäcker mit dem Jutebeutel

Christina: Tipp für Brot: Beutel aus reinem Leinen. Darin bleibt das Brot mindestens genauso gut und lange frisch wie in Papier oder Plastik. Und es schimmelt nicht (was in Baumwollbeuteln eher passiert)

Allgemeine Tipps

Zora: Also, ein paar Tipps hätt ich noch:
Reis gibt’s im Kaufland im Pappkarton – ist sogar fair trade.
Zahnpasta kann entweder super leicht selbstgemacht werden, oder als Alternative empfiehlt sich Ajona. Ist ‘ne winzig kleine Metalltube (dunkelrot), die’s in jedem Drogeriemarkt gibt. Sehr ergiebig, recht günstig.
Schokolade: “Die gute Schokolade” (heißt wirklich so) gibts als Vollmilch für 1,- € fair trade und klimaneutral im dm, edeka, kaufland, da muss man schauen. Verpackt in Papier und Alufolie.
Shampoo: Spezielle Haarwaschseifen von Lush oder Savion (die sind dann auch bio). Haare nass machen, mit der Seife paar mal drüberstreifen, gewohnt aufschäumen. Statt Duschgel normale Seife benutzen.
– Kekse: Cockies gibt’s teuer in Caffes oder Coffee Shops, meistens in Gläsern auf’m Tresen.
– Chips: Vergessen oder selber machen: dünne Scheiben hobeln, in Öl wenden und backen. Schmecken anders, aber lecker.

Ich hoffe, damit ein bissl weitergeholfen zu haben. Ich find es immer ganz wichtig, dass sich die Plastikverweigerer untereinander helfen. Ich geh mal weiter stöbern, was es hier sonst noch so zu entdecken gibt.

Maria: Nachdem ich nicht nur Verpackungsmüll sonder Plastik insgesamt vermeiden möchte, verwende ich Edelstahldosen um meine Lebensmittel einzukaufen. In den “normalen” Geschäften gibt es Probleme, aber bei den meisten alternativen Einkaufsquellen wie Bauernmärkten, Hofläden aber auch beim Fleischer bekomme ich alles ohne Probleme in meine Edelstahldosen verpackt.
Für Obst und Gemüse verwende ich Baumwollsäcke, mein Brot backe ich selbst.

2014-01-11 12.06.10Pfandflaschen

Evamel: Zum Thema Wein: Habt ihr es mal bei Läden wie “vom Fass” (https://www.vomfass.de/) probiert? Meines Wissens nach kann man sich – wie der Name schon sagt – den Wein direkt vom Fass in ein eigenes Behältnis füllen lassen.

 

Julia

Advertisements

Über ichnehmsohne

Der Blog wird verantwortet und geführt von Julia, Miriam und Christine.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

14 Antworten zu Chips, Deo, Zahnpasta selbst gemacht: User-Tipps!

  1. Pia136 schreibt:

    in berlin gibt es einen laden der heißt original unverpackt. dort gehe ich oft hin.
    es gibt dort so gut wie alles. UNVERPACKT.
    link:http://original-unverpackt.de/

    • ichnehmsohne schreibt:

      Hi Lina, ja den Laden kennen wir – es gibt in Berlin wohl noch einen weiteren „verpackungsfrei“-Laden. Er nennt sich Biosphäre. Danke für den Hinweis! Liebe Grüße aus Köln

  2. Kathrin schreibt:

    Ganz vergessen…… für die Frauen unter euch:
    Es gibt Menstruationstassen oder auch Mooncups. Ich bin begeistert.

  3. Kathrin schreibt:

    Hallo,
    ich nutze seit mehreren Jahren Seife, Wasser aus der Leitung, Stofftaschentücher (Stoffwindeln für die Kinder ;), die jetzt leider alle zu groß und sauber sind,… .
    Wir vermeiden viel Verpackungsmüll weil wir mit eigenen Behältern im Bauernmarkt einkaufen.
    Haarseife und Deo möchte ich demnächst bei Wolkenseifen bestellen, Waschmittel selber machen. Billes Rezept soll gut sein
    http://www.stoffwindel-design.net/shop_content.php?coID=104&XTCsid=76ak3q6hkump863a0egmjj1925

  4. Zora schreibt:

    Ach, Stofftaschentücher sind super, da brauchst keine Scheu haben. Ich benutz die schon ewig für unterwegs und mittlerweile auch für Zuhause. Gewaschen bei 60° gibt’s null Probleme und es hat einfach so viel mehr Stil, als die ewig zerfisselten Papiertücher.
    LG Zora

  5. Stefanie schreibt:

    Hallo,
    eventuell habe ich auch noch einen Tip. Am allerliebsten benutze ich zum Naseputzen Papiertaschentücher. Zuhause oder besonders bei fiesen Erkältungen benutze ich dabei stink normales Toilettenpapier. Das hat unter Anderem den Vorteil, dass man nicht ständig benutzte Tücher in den Ecken oder Taschen rumfliegen hat. Stattdessen nimmt man sich 2 Blättchen, benutzt sie und wirft sich gleich weg. Für unterwegs habe ich Taschentuchtaschen aus Stoff, in die ich dann ein Stück Haushaltsrolle reinlege.

    Herzliche Grüße
    Stefanie

  6. Mymy schreibt:

    Hallo Zusammen!
    Achtung bei Lush ist es vielleicht verpackungsarm dabei werden aber Bestandteile verwendet die nicht so gut sind für die Gesundheit (PEG, Erdölerzeugnisse,…). Eine Liste von Substanzen die man in Kosmetika vermeiden sollte (auf English) findet ihr in diesem shopping guide: http://www.davidsuzuki.org/publications/downloads/2010/whats-inside-shoppers-guide.pdf
    Naturkosmetika findet man preiswert bei DM z. B. und teilweise in Glasspender! Und für alle die Spaß haben am selbermachen: http://www.davidsuzuki.org/what-you-can-do/queen-of-green/recipes/ (Auch auf English) Da findet ihr Kosmetika für Frau, Mann, Kind oder Haustier und auch Reiningungsmitteln für den Haushalt. Das Babypuder habe ich vereinfacht und getestet: Heilerde + Maisstärke = fertig! Habe meine alte Dose neu damit befüllt und es ist ganz toll! Jetzt werden bei mir die meisten Dosen/Döschen nicht mehr weggeworfen sondern neu befüllt und wiederbenutzt!
    Liebe Grüße an alle!

  7. mueckeblog schreibt:

    Ich habe das Christiane Hinsch Zahnsalz: Es schmeckt sehr neutral, hat aber innen eine Art großes Plastikgitter und einen Plastikverschluss. Beim Streuen geht immer so viel daneben, dass ich dadurch etwas verdrossen wurde…

    Die von Zora erwähnte „Gu9te Schokolade“ ist von einem (teilweise von Kindern organisiertem) Netzwerk „Plant-for-the-planet“. Sie haben dieses Jahr um ein Haar den Fairtrade Publikumsaward gewonnen. Pro fünf verkaufte Tafeln Schokolade wird ein Baum gepflanzt. Ich habe sie bisher noch nirgends gesehen, freue mich also auf den Hinweis. 🙂

  8. Sophia Mach schreibt:

    Hallöchen!

    Boh, vielen Dank für’s Zitieren! So viele tolle Tipps auf einem Haufen! Da muss ich erst mal lesen gehen. 😀

    Ein wunderschönes Wochenende wünscht
    Sophia

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s