Tupper oder nicht? Der Chef entscheidet! Ein Interview.

2014-01-03 13.45.30

Erlaubt oder nicht???

Die ominösen Hygieneregeln. #Ichnehmsohne wollte’s wissen: Ein Anruf bei der Verbraucherzentrale NRW. Eine große Hoffnung auf Fakten, auf klare Regeln – schließlich sind wir ja in Deutschland…!

Stattdessen allerdings nur eine Faustregel:

Der Kunde ist König, aber Chef ist Chef!!!

Will heißen: Der Chef oder die Chefin entscheidet, ob die Tupper nun vor, auf oder hinter die Theke darf. Denn die Regeln…die sind ziemlich schwammig!

Das sagt die Verbraucherzentrale NRW dazu:

Dürfen Verkäufer den Käse in meine Tupperware packen?

„EU-weite Hygieneregeln und das deutsche Hygienerecht besagen lediglich, dass das Ziel ist, einwandfreie Ware zu verkaufen. Wie das genau gemacht werden soll, steht nicht in den Richtlinien.

Wer schreibt den Verkäufern denn vor, dass sie mir als Kunde nichts in die Tupperschüssel packen dürfen?

„Es gibt branchenspezifische Leitlinien. Aber letztendlich entscheidet das der Marktleiter – also der Chef oder die Chefin. Wenn dieser sagt: ‚Mir ist das Riksiko zu groß, dass Gefäße vom Kunden auf die Theke oder hinter die Theke kommen‘, dann müssen Kunden das akzeptieren.“

Ein Argument der Verkäufer ist immer: „Ich kann Ihnen das nicht in die Schüssel packen, denn die könnte ja dreckig sein!“ Ist das nicht meine Verantwortung als Kunde – und damit ja auch mein Problem?

„Ja. Aber der Verkäufer hat Angst, dass durch Ihre Schüssel die Lebensmittel hinter der Theke verunreinigt werden könnten. Und die wollen ja noch andere Kunden kaufen. Wenn der Verkäufer mit sauberen Händen eine dreckige Tupperschüssel anfasst, dann ist das eine Kreuzkontamination und nicht erwünscht.“

Wenn der Verkäufer aber meine Schüssel gar nicht anfasst, weil ich sie ja nur auf die Theke stelle, dann stellt diese Schüssel doch gar keine Gefahr dar, oder?

„Ja, das ist dann mit dem Verkäufer beziehungsweise der Marktleitung individuell zu regeln.“

Ich beobachte oft, dass Verkäufer Handschuhe tragen, damit aber vom Käse an die Kasse gehen – geht das laut Vorschrift?

„Nein, das ist sicher nicht die beste Praxis. Es wäre besser den Käse mit den Händen anzufassen und sich häufig die Hände zu waschen. Und die Lebensmittel nicht mit den Händen, sondern mit Besteck oder Papier anzufassen. Tatsache ist, dass sich Verkäufer oft in Sicherheit wiegen, wenn sie Einweghandschuhe tragen. Die Handschuhe werden aber zu lange anbehalten. Somit hat der Kunde durch die Handschuhe eher Nachteile.“

Was kann ich denn machen als Kunde, wenn ich auf Verpackungen verzichten will, den Verkäufer aber nicht in Schwierigkeiten bringen möchte? Tipps?

„Wenn Sie zum Beispiel darauf hinweisen, dass sie Käsescheiben nicht durch Folien getrennt haben wollen. Hier ist Einsparpotential! Und zunächst sollte man doch das nutzen.“

Das Interview führte Miriam

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Über ichnehmsohne

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5 Antworten zu Tupper oder nicht? Der Chef entscheidet! Ein Interview.

  1. Pingback: Wurst und Käse in mitgebrachte Dosen – rechtlich zulässig, bei Basic verweigert – Quark im Pfandglas

  2. Nachdem ich nicht nur Verpackungsmüll sonder Plastik insgesamt vermeiden möchte, verwende ich Edelstahldosen um meine Lebensmittel einzukaufen.
    In den „normalen“ Geschäften gibt es Probleme, aber bei den meisten alternativen Einkaufsquellen wie Bauernmärkten, Hofläden aber auch beim Fleischer bekomme ich alles ohne Probleme in meine Edelstahldosen verpackt.
    Für Obst und Gemüse verwende ich Baumwollsäcke, mein Brot backe ich selbst.

    Weiter so!
    lg
    Maria

  3. Pingback: Die Sonntagsleserin | Die Zaunreiterin

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