„Nee, dat darf isch ihnen nich in die Tupperware packen!“

2014-01-03 13.02.25Nach dem Frühstück packe ich meine Sammlung an Tupperware zusammen und verteile sie in meine drei Jutebeutel. Jetzt geht es los, der erste richtige Einkauf ohne Verpackung! Ein bisschen aufgeregt bin ich schon. Jetzt muss ich streng sein, nein, keine Chips mehr und auch kein Joghurt mehr im Einwegglas. Zur Unterstützung treffen Christine, Miriam und ich uns zum ersten gemeinsamen #IchNehmsOhne-Einkauf. Wir wollen als erstes den großen Supermarkt um die Ecke testen. Alles was er nur abgepackt hat, müssen wir ja woanders suchen.

2014-01-03 13.21.28Ein Blick ins Kühlregal: Yeah, Milch und Joghurt gibt es im Mehrwegglas! Allerdings nur wenige Sorten. Unser Höhepunkt ist der Gang zur Käsetheke. Aber auch hier heißt es: „Nee, dat darf isch ihnen nich in die Tupperware packen. Weil dat is ja von ihnen. Dat könnt ja nich hygienisch sein. Un hinter die Theke darf ich gar nichts nehmen!“ Aha. Aber dass die Käsedame mit den Fingern die Ziegenrolle anpackt, dat is hygienisch? Die Lösung: „Sie stellen mir die Tupper auf die Theke, und isch wiege dat auf dem Papier ab. Und dann können Se dat vom Papier in die Tupper laden!“

Geschafft. In der Apotheke lassen wir die Verpackung direkt dort.

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2014-01-03 13.23.14Beim Gemüsegeschäft freuen wir uns, das fast alles ohne Verpackung gibt, nur es muss die Ganze sein. Sogar Tofu und Reis ist kein Problem. Auf dem Markt finde ich auch Quark und Butter unverpackt. Nur auf eine Challenge wissen wir noch keine Antwort – Drogerieartikel wie Shampoo, Seife, Waschpulver etc.

Am Ende des Tage sind wir total erledigt und auf jedenfall schlauer. Wir freuen uns, dass wir doch so viel in der näheren Umgebung unverpackt finden. Und vor allem das wir so positives Feedback erhalten haben. Zur Belohnung gönnen wir uns eine Suppe und eine Rhabarbarschorle. Wenn man auswärts essen geht, hat man mit Verpackungen ja nichts am Hut und kann abschalten. Dachten wir… schön wär´s.

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Julia

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Über ichnehmsohne

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15 Antworten zu „Nee, dat darf isch ihnen nich in die Tupperware packen!“

  1. Tiffy schreibt:

    Vielleicht könnte euch die „No-Poo“-Haarwäsche interessieren.
    Dabei wird mit einem Gemisch aus Natron (plastikfrei im Drogeriemarkt zu besorgen,v ielleicht auch verpackungsfrei in Apotheken?) und evtl. mit Essig gespült/ gerinst. Über Google, Youtube und diverse Blogs finden sich viele Tipps und AnhängerInnen des No-Poo-Experiments.

    Ansonsten geht es auch nur mit Wasser die Haare zu waschen. Im Langhaarnetzwerk gibt es diverse Threads zu „Water Only – Haare nur mit Wasser waschen“, was für mich persönlich am besten funktioniert. Keine Verpackung, kein Produkt, nur warmes Wasser. Auch für Allergiker sicherlich interessant!

    (Hand)seife gibt es bei uns übrigens im Basic, Alnatura etc verpackungsfrei zu kaufen.

    Liebe Grüße und Daumen hoch!

  2. Gabi schreibt:

    Mh, zum Thema Auswärts-Essen muss ich leider anmerken, dass die Verpackungsfrage ja damit nicht erledigt ist. Und damit meine ich nicht den Strohhalm, sondern erstmal das Grundlegendste: den Einkauf. Ihr müsstet ja sicherstellen, dass die Einkäufer der Restaurants, die ihr besucht, das Obst und Gemüse ebenfalls ohne Verpackung kaufen. Das halte ich für unwahrscheinlich ;). Da kommt ihr sicherlich besser, wenn ihr euch euer unverpacktes Gemüse selbst zubereitet…

    • ichnehmsohne schreibt:

      Danke für deinen Hinweis, liebe Gabi. Aber nein, wir haben nicht den Anspruch auf alles zu verzichten, was jemals schon mal verpackt war. Unser Ziel ist es, selbst nichts einzukaufen, was verpackt ist. Und es soll auch alles alltagstauglich sein – und ein monatlicher Besuch bei meinem Lieblingsspanier muss sein :). (jb)

  3. Christina schreibt:

    Shampoo: Es gibt Haarseife. Sieht aus wie Seife, funktioniert wie Shampoo. Einfach mal googeln, vielleicht habt ihr Glück und findet etwas in eurer Nähe. Ich hab sie bei einer kleinen Seifenmanufaktur bestellt, die in einer wiederverwendbaren Dose liefern. Habe den Link leider nicht mehr.
    Und ansonsten: Guckt mal unter „plastikfreie Zone“, da finden sich viele gute Tipps.

  4. Judith.G schreibt:

    Es gibt tolle Haarseife von Savion. Kann man im Internet bestellen. Wasch mir seit zwei Wochen die Haare damit und finde sie genial. Kommt in kleinem Papiertütchen – also zumindest ohne Plastik.

  5. Fridolin schreibt:

    Sehr gut. Alles ohne Verpackung kaufen wollen find ich gut. Aber dann das Getränk mit dem wohl überflüssigsten Gegenstand der Welt zu trinken – einem Strohhalm – passt wohl nicht ganz zusammen!

    • ichnehmsohne schreibt:

      Da hast du vollkommen recht. Und dann auch noch zwei in einem Glas. Wir wollte sie auch wieder zurückgeben, aber der Kellner hätte sie dann weggeworfen. Deswegen schreiben wir auch: „Wenn man auswärts essen (trinken) geht, hat man mit Verpackungen ja nichts am Hut und kann abschalten. Dachten wir… schön wär´s.“ Also auch da immer sagen: „Serviette und Strohhalm brauchen wir nicht.“ (jb)

  6. Horst Hützel schreibt:

    Also für Seife fällt mir da spontan ein, dass es mal Läden gab, die hießen Lush. Falls auf öko/vegan/wasweißich Wert gelegt wird – keine Ahnung, ob das bei Lush hochgehalten wird.

  7. Lena schreibt:

    Ob es jetzt etwas bringt die Verpackung direkt in der Apoteke zu lassen, ist meiner Meinung nach sehr fraglich. Macht es denn einen Unterschied ob die Apoteke die Verpackung wegschmeißt oder ihr zu Hause? Ich glaube nämlich nicht, dass die Apoteke vorhat die Verpackung wieder zu verwenden.

    • evamel schreibt:

      Das habe ich mich auch schon bei diversen Einkäufen gefragt, aber ich denke, dass man wenigstens ein kleines Zeichen setzen kann, indem man eine Verpackung im Geschäft lässt. Dann muss sich das Geschäft mit der Müllfrage auseinandersetzen (und wenn jeder seine Verpackung im Laden ließe, dann würden die Eigentümer aufgrund von Entsorgungskosten, Zeitaufwand etc. vielleicht über eine umweltverträglichere Alternative nachdenken). Ist nur so ein Gedanke. Das ist immerhin besser als gar nichts.

      • ichnehmsohne schreibt:

        Liebe Lena, lieber Evamel,
        das ist eine berechtigte Frage. Aber gerade in der Apotheke ist es schwierig Medikamente unverpackt zu bekommen. Deshalb haben wir den gleichen Gedanken wie Evamel: Überall dort, wo wir nicht „Ohne Verpackung“ auskommen, kann man zum einen das Bewusstsein der Leute erweitern. Zum Anderen müssen sie sich mit dem Müll auseinandersetzen, ihn entsorgen. Im Bestenfall suchen sie eine Alternative. Fast alle haben unser Anliegen bestätigt: „Es gibt zu viel Verpackung.“ Eine andere Frage, die ich mir stelle: „Trennen die dann den Müll?“ Oder wäre es dann nicht sicherer, wenn ich ihn mit nach Hause nehmen und dort trenne? (jb)

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